Der klinische Einsatz beginnt

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1923 Georg Ganter-Deutschland, führte die erste klinische Peritonealdialyse in Würzburg durch. Sein Bestreben war es, eine Dialysemethode zu finden, bei der man auf ein Antikoagulans verzichten konnte. Er stellte sterile physiologische Elektrolytlösungen her, die Dextrose enthielten, um eine Entwässerung zu erreichen. Die Lösung wurde über eine Hohlnadel, versehen mit einem Gummischlauch, in den Bauchraum geleitet.
Ganter instillierte von 1 Liter bis 3 Liter Lösung mit einer Verweildauer von 30 Minuten bis 3 Stunden. Er machte eine Reihe von wichtigen Entdeckungen bezüglich der Peritonealdialysebehandlung, die heute noch Gültigkeit haben.
  • Der Zugang ist von primärer Wichtigkeit;
  • Sterile Lösungen verhindern Infektionen;
  • Der Flüssigkeitsentzug wird durch die Dextrosekonzentration bestimmt;
  • Lösungsmenge und Verweildauer beeinflussen die Clearance.
1920 Stephen Rosenak und P. Sewon entwickelten einen Metallkatheter für eine kontinuierliche Lavage des Peritoneums. Durch die damals sehr hohe Peritonitisrate bei den Patienten entmutigt, wandte sich S. Rosenak später von der Peritonealdialyse ab und widmete sich der Entwicklung von Dialysatoren für die Hämodialyse.

1936 Wear, Sisk und Trinkle - General Hospital Wisconsin -, führten die erste kontinuierliche Behandlung mit der Peritonealdialyse durch. Sie behandelten einen Patienten mit Harnleiterstenosen, bis diese korrigiert waren. Sie bewiesen, daß ein Patient über einen gewissen Zeitraum sicher mit dieser Methode behandelt werden kann.

1945 P. S. M. Kop - ein früherer Helfer Kolffs - schuf ein System, in dem die PD-Lösung mittels Schwerkraft instilliert wurde. Außerdem sorgten Porzellanbehälter, Latexschläuche und Glaskatheter für eine leichtere Sterilisation.
Kop und seine Helfer behandelten 21 Patienten, davon 10 erfolgreich.

1950-1953 Seligman, Fine und Frank - Beth Israel Hospital, Boston Massachusetts -, entwickelten, stimuliert durch den Korea-Krieg, eine Methode, um die Peritonealdialysebehandlung unter „Schlachtfeldbedingungen" durchführen zu können. Ihr System ähnelte dem von Kop. Sie richteten ihr Augenmerk besonders auf optimale Flow- Raten und den Bedürfnissen des Patienten angepaßte PD-Lösungen. Sie benutzten zwei Katheter um den Ein- und Auslauf der PD - Lösung zu optimieren.

 
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